So viele Teilnehmer wie seit Langem nicht mehr bei der Götzwanderung

160505_Götzwanderung_IMG_2246101 Teilnehmer (mit Hunden) wanderten in diesem Jahr bei der traditionellen Götzwanderung des TuS Olsbrücken mit. Die Strecke von etwa 10 km ging über den Hundeplatz nach Schallodenbach und weiter nach Olsbrücken. Zwischendurch erwartete die Wanderer eine Vesper.

Sowohl erfahrene als auch junge Wanderfreunde trafen sich am Vatertag um 9:30 Uhr vor dem Sportheim von Olsbrücken, um bei strahlendem Sonnenschein an der traditionellen Götzwanderung des TuS Olsbrücken teilzunehmen. Der etwa 10 km lange Weg führte sie über den Friedhof Richtung Hundeplatz, dann vor Schallodenbach in den Wald und schließlich zurück nach Olsbrücken. Zwischendurch erwartete die Wanderfreunde eine reichhaltige Vesper, die zuvor von fleißigen Helfern mitten im Wald vorbereitet wurde. Zum Abschluss kehrten die Wanderer – wie jedes Jahr – beim Grillfest der Feuerwehr ein, auf dem jeder nach Lust und Laune feiern konnte.

Es gibt zahlreiche Traditionen an diesem Feiertag: Am bekanntesten ist sicherlich der Vatertag. Bei einer zünftigen Herrenpartie mit reichlich Alkohol sollten die jungen Männer in die (Un-) Sitten des Erwachsenseins eingeführt werden.

Die Tradition der „Götzwanderung“ geht auf Ferdinand Goetz (1826 – 1915) zurück. Auch die Mitglieder des TUS Olsbrücken wandern seit Jahren gemeinsam am Christi-Himmelfahrtstag. Götz war Mitbegründer der Deutschen Turnerschaft und von 1895 bis 1915 deren Vorsitzender. Seit 1921 rief die Turnerschaft ihm zu Ehren jährlich an Christi-Himmelfahrt zu einem “Turnfahrtentag” auf. Über die Jahre wurde daraus die “Götzwanderung”. Ob er mit dieser Familienwanderung der Unsitte des Herrentages entgegenwirken wollte, ist nicht bekannt.